Was läuft da zwischen Microsoft und Facebook?

von Timo Abid

Microsoft plant mit Hilfe von Facebook den nächsten Angriff auf den Branchenprimus Google. Den Abstand zwischen Bing und Google zu verkürzen war bereits der Plan, als man sich mit Yahoo zusammen getan hatte - wir berichteten. Nun lautet das gemeinsame Ziel von Microsoft und Facebook die Suche zu personalisieren. Was heißt dies konkret?

Im Prinzip dreht es sich um den Anzeigenmarkt, natürlich steht die Suche offiziell im Vordergrund, allerdings werden die größten Umsätze der Suchmaschinenriesen über geschaltete Anzeigen generiert. Microsoft und Facebook erhoffen sich durch die Zusammenarbeit eine engere Verknüpfung der alt bekannten Suche und einer sogenannten personalisierten Suche. Beispielsweise soll, ähnlich wie auf Facebook, ein „Gefällt mir“ Button integriert werden, um das Suchergebnis zu bewerten. Freunde können nun mit Hilfe dieser Einordnungen der Suchergebnisse schneller für sie passende Beiträge im Internet finden. In Microsofts Bing Blog heißt es „For many decisions we make every day, both small and large, it's the advice of others that help us answer a question.”, also warum nicht direkt Freunde um Rat fragen, da diese doch eh am besten wissen was mir gefällt und was eben nicht.

In den letzten Monaten stand Facebook oft im Fokus von Datenschützern, welche bemängelten, dass die privaten Daten zu schlecht geschützt seien, von dem gläsernen User war die Rede. Um dieser Kritik direkt den Wind aus den Segeln zu nehmen, behaupten beide Unternehmen, dass keine privaten Daten verwendet werden, jedenfalls keine, die nicht öffentlich sind.

Eines ist aber klar, der Druck auf den Branchenprimus Google wird seitens Microsoft mit dieser Kooperation massiv erhöht. Bei Google ist es schon länger Gang und Gebe von einer personalisierten Suche zu sprechen, aber Microsoft macht den ersten Schritt.

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