Penguin Update - Was müssen Sie zukünftig beachten

von Timo Abid

Mit dem Roll-Out eines weiteren Updates hat Google denjenigen Seiten, die eine Suchmaschinenüberoptimierung betreiben, den Kampf angesagt. Der neue Algorithmus soll für mehr Qualität in den Suchergebnissen sorgen und hat so manchem Seitenbetreiber die Schweißperlen auf die Stirn getrieben.

Jetzt stellt sich natürlich jeder die Frage:  Bin ich auch von dem Update betroffen und worauf sollte jetzt und in Zukunft geachtet werden? Diese und weitere wichtige Fragen möchten wir Ihnen im Verlauf dieses Artikels beantworten und etwas „Licht ins Dunkle“ bringen.

Laut Mitteilung von Google sind ca. 3 % der Websites von dem neuen Penguin-Update (Rollout weltweit am 24.04.2012) betroffen  - und dies im positiven wie negativen Sinne.  Da es sich bei dem Update um eine algorithmische Änderung handelt, ist es durchaus möglich seinen Ranking-Verlust in den „Griff“ zu bekommen. Dies setzt natürlich voraus, dass die potentiellen Faktoren für die schlechtere Bewertung seitens Google ausfindig gemacht und abgestellt werden können. Von heute auf morgen lässt sich dies nicht bewerkstelligen, denn mehrere Wochen oder gar Monate können durchaus vergehen.

Woran erkenne ich, dass meine Webseite betroffen ist?

Wenn auffällige Einbußen in den Rankings und Einbrüche in der organischen Sichtbarkeit vorhanden sind und dies in einem Zeitraum, wo nur wenige Änderungen an den Seiten getätigt wurden, sollten die Alarmglocken läuten. Da einige Tage vor dem Penguin-Update das Panda-Update 3.5 veröffentlich wurde, ist es empfehlenswert, primär eine zeitliche Separation durchzuführen und zu eruieren, wann besondere Rankingveränderungen auftraten.

Während das Panda-Update vorwiegend auf den Content einer Seite abzielte und hiermit versucht wurde (i.d.R. mit Erfolg) minderwertige bzw. mehrwertlose Inhalte (z.B. auf Content-Farmen) zu filtern, liegt laut mehreren zwischenzeitlichen Datenauswertungen und Erfahrungen vieler Onlinemarketing-Experten beim Penguin-Update der Fokus auf Suchmaschinenüberoptimierungen. Hierbei ist zwischen übereifrigen onPage-Maßnahmen und offPage-Maßnahmen zu unterscheiden.

Worauf muss ich achten, um meine Webseite zu rehabilitieren?

Gemäß den Angaben im offiziellen Google-Blog kann in Hinblick auf die onPage-Optimierung davon ausgegangen werden, dass sogenanntes Keyword-Stuffing, also die überproportionale Nutzung von bestimmten Begriffen und Begriffskombinationen das Ranking potentiell negativ beeinflusst. Daher sollte nach einer Prüfung der Seiten eine Entschärfung erfolgen, wenn tatsächlich ungewöhnlich hohe Keyword-Konzentrationen gegeben sind.

Was jedoch augenscheinlich besonders schwer wiegt ist das Backlink-Profil einer Webseite und die zugrunde liegenden Anchortexte. Viele Agenturen haben in der (jüngeren) Vergangenheit aufgrund des Drucks der Kundschaft, aber auch aus Müßigkeit oder einfach nur aus Naivität mit der „Brechstange“ versucht, viele Backlinks aufzubauen, um damit innerhalb kurzer Zeit möglichst gute Entwicklungen in den Suchmaschinenergebnissen zu erreichen und den Auftraggeber zufriedenzustellen. Diese fatale Vorgehensweise wird nun bestraft, denn von Nachhaltigkeit und zukunftsorientiertem Handeln kann bei solchen Maßnahmen keineswegs gesprochen werden.

Bei der Prüfung des Backlink-Profils sollte u.a. darauf geachtet werden, ob sogenannte Money-Keywords verhältnismäßig oft zum Einsatz kommen und ob die linkgebende Webseite thematisch zum eigenen Content passt. Eine natürliche Backlink-Struktur ist das A und O für optimale Ergebnisse und dies auch dauerhaft. Natürlichkeit ist mehr als nur verschiedene Keywords in den Anchortexten. So sind des Weiteren auch die Positionierung des Links (z.B. Footerlinks, Sitewide Links), die Verhältnisse der Follow-/Nofollow Attribute und die Linkziele (Home-, Deeplinks) relevant. Erst eine ganzheitliche Betrachtung und Abschätzung lassen sinnvolle Schlüsse und Planungen zur weiteren, gezielten Vorgehensweise zu.

Nachfolgend ein Beispiel, dass Google offiziell anführte im Kontext mit Link-Spam. Die enthaltenen Links im zugegebener Maßen simplen Text sind zum Teil harte Money-Keywords.

 Abb.1 Spam-Links (offizielles Beispiel von Google)
Abb.1 Spam-Links (offizielles Beispiel von Google)

Wenn möglich, sollten die als hochgradig rankinggefährdend eingestuften Backlinks sukzessive abgebaut und durch natürlich wirkende, hochwertige Varianten (auf anderen Seiten!) ersetzt werden. Der Prozess dieser Umstellung muss jedoch unbedingt langsam ablaufen und ebenso natürlich wirken. Von einer Änderung der Linktexte ist abzuraten, denn dies könnte z.B. nach hinten losgehen, da Google über historische Daten verfügt.

Hier nochmal die explizit beschriebenen, aber auch weitere hochwahrscheinliche Signale, welche Google mit dem Penguin-Update auswertet. Dabei ist zu beachten, dass nicht jedes Signal einzeln, sondern vielmehr die Kombination aus diesen zum Ansprechen des Algorithmus führt.

    • OnPage-Überoptimierungen (u.a. Keyword-Stuffing)
    • Unnatürlich wirkende Backlink-Muster
    • Backlinks von Seiten mit nutzlosem Content und vielen Rechtschreibfehlern)
    • Fehlende thematische Relevanz der Backlink-Seite
    • Hohe Absprungraten (Bounce-Rate) auf der eigenen Seite

Fazit & Aussicht:
Das Penguin-Update war sicherlich nicht das letzte Update. Google kündigte weiterer Änderungen und Optimierungen der Algorithmen an. Die Zeiten schneller Erfolge nach dem Motto "Masse statt Klasse" sind unlängst vorbei. Wer also seine Positionen zukünftig nicht gefährden möchte, sollte mehr Geduld und Backlink-/Content-Qualität einplanen.

Sollten Fragen Ihrerseits bestehen, so können Sie uns gerne telefonisch oder via Kontaktformular kontaktieren.

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