Mobile Webseiten korrekt indizieren: Tipps & Tricks

von Timo Abid

 

Wenn man sich vor Augen hält wie viele Menschen täglich Mobilgeräte, wie Smartphones oder Tablets nutzen, ist es notwendig sich über die Anforderungen einer mobilen Webseite Gedanken zu machen. Prinzipiell gilt diese Empfehlung jedem, der über den Online-Channel auf sich aufmerksam machen möchte, völlig gleich, ob z.B. ein Google Places Profil in den Suchergebnissen gefunden werden soll oder ob ein mobiler Onlineshop Verkäufe erzielen soll. Insbesondere für den Webmaster sind die Konfiguration einer mobilen Webseite sowie die Erschließung einer mobilen Zielgruppe jedoch nicht ganz einfach.

Indexieren Sie Ihre mobile Webseite

Damit Ihre mobile Webseite in den Google Suchergebnissen gefunden werden kann, ist es unbedingt erforderlich, dass der Googlebot Ihre Webseite zuvor gecrawlt und in den Suchindex aufgenommen hat. Um sicherzustellen, dass der Googlebot auch über die Existenz Ihrer Webseite informiert ist, ist es empfehlenswert eine spezielle XML-Sitemap für mobile Webseiten Google zur Verfügung zu stellen. Diese mobile Sitemap kann, wie auch jede andere gewöhnliche Sitemap, über die Google Webmaster-Tools hochgeladen und übermittelt werden.

Tipp: Mit dem Operator „site:“ kann geprüft werden, ob eine mobile Webseite bereits indexiert wurde oder nicht.

Beispiel: site:m.audi.de

 

Oftmals unterläuft bei der Konfiguration einer mobilen Webseite auch der Fehler, dass eine Webseite nur für bestimmte Mobilgeräte aufrufbar ist. Unter Umständen schließt man bei dieser Maßnahme den Googlebot-Mobile aus und gewährt ihm auf diese Art und Weise keinen Zugriff auf die mobile Webseite. Deswegen empfiehlt es sich immer, allen User Agents (siehe Beispiel) freien Zugang zu einer mobilen Webseite zu gewähren, denn Google kann jederzeit und ohne Vorankündigung die User-Agent Informationen des Googlebots ändern. Eine sichere Methode zur Kontrolle, ob der Googlebot eine mobile Webseite crawlt, ist eine Prüfung des Headers des User Agents. Dort sollte der String „Googlebot-Mobile“ zu finden sein.

Wenn die Vorausssetzungen dafür erfüllt sind, dass der mobile Googlebot eine URL crawlen darf, sollte des Weiteren dafür gesorgt sein, dass eine URL auch auf einem Mobilgerät angezeigt werden kann. Ein wichtiger Faktor spielt hierbei die DTD-Deklaration, welche besagt, dass mobile URLs in einem geeigneten Format wie beispielsweise XHTML Mobile oder Compact HTML vorliegen muss.

Einrichtung einer Weiterleitung auf die richtige mobile URL

Ein häufiges Problem bei der Einrichtung einer mobilen Webseite, ist die korrekte Weiterleitung eines mobilen Nutzers auf die mobile Variante, anstelle der Desktopversion. Damit ein User bei seiner Suche auf dem Smartphone oder Tablet auch auf der mobilen Variante einer Webseite landet, ist es wichtig, dass dieser auch korrekt weitergeleitet wird. Für den Fall das zur Desktopversion einer Webseite eine mobile Variante existiert, kann mithilfe einer Weiterleitung ein mobiler User auf die mobile Webseite weitergeleitet werden.

Jedoch muss unbedingt darauf geachtet werden, dass bei der Einrichtung dieser Weiterleitung der Content auf der mobilen Webseite sowie auf der Desktopvariante weitestgehend identisch ist. Oftmals werden mobile User auf die Startseite einer Webseite weitergeleitet, anstatt eine direkte Weiterleitung zur Produktseite einzurichten. Derartige Weiterleitung agieren nicht im Sinne des Users und somit auch nicht gemäß den Google Richtlinien, weswegen von dieser Vorgehensweise strikt abzuraten ist.

Beispiel für eine korrekte Weiterleitung auf eine mobile Webseite:

Ein User wird auf die mobile Version einer URL weitergeleitet, auf welcher der identische Content, wie auf der Desktopvariante zu finden ist.

Webseiten-Wechsel von Deskop zu Mobil mithilfe des User-Agents

Als Alternative zur Weiterleitung auf eine separate mobile URL einer Webseite, können Besucher auch über den User-Agent auf die richtige Version einer Webseite wechseln. Je nachdem, als welchen User-Agent (Desktop vs. Mobil) sich ein Besucher ausgibt, ändert sich das Ausgabeformat bzw. der Content einer URL. Bei dieser Methode besteht jedoch die Gefahr, dass Google ein derartiges Vorgehen als Cloaking ansehen kann, wenn die User-Agent gesteuerte Vorgehensweise nicht korrekt eingerichtet wurde.

„Als Cloaking bezeichnet man den Versuch sein Google Ranking zu verbessern, indem man dem Googlebot anderen Content zur Verfügung stellt als dem regulären User.“

Demnach ist es äußerst wichtig dem Googlebot immer den gleichen Content bereitzustellen wie einem Desktop-Nutzer bzw. dem Googlebot-Mobile den gleichen Content, wie einem mobilen User. Der Content für Googlebot und Googlebot-Mobile dürfen sich jedoch unterscheiden.

Résumé

Angesichts der Entwicklung des mobilen Internets via Smartphone ist es langfristig gesehen unabdingbar seinen Internetauftritt zukünftig auch für mobile Geräte und damit verbunden auch für die mobile Google-Suche zu optimieren. Das Ranking einer mobilen Webseite unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von dem einer Desktopvariante: lesenwerte Inhalte, eine benutzerfreundliche Navigation und die onpagetechnischen Grundvoraussetzungen.

Quelle: statista 2014

Wichtig für den Erfolg im Sinne eines guten mobilen Rankings, ist das Desktop- und Mobile-Variante einer Webseite im Einklang stehen und sowohl der Content als auch das Produktsortiment aufeinander abgestimmt sind. Wenn im Rahmen dessen, die klassischen Fehler für eine Indexierung einer mobilen Webseite vermieden werden können, steht einem guten Ranking des mobilen Internetauftritts nicht mehr im Wege.

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