Google startet Google +1 (Plus one)

von Timo Abid

Mit Google Plus geht der Kampf um das Social Web in die nächste Runde. Nach dem Misslingen in den letzten Jahren mit den Plattformen Google Buzz und Google Wave will der Suchmaschinengigant nun alles besser machen und dem Platzhirsch Facebook Wasser abgraben.

Ein besonderes Merkmal gegenüber Facebook ist beispielsweise, dass die Inhalte, welche man bei Google Plus einstellt, nicht automatisiert in den Besitz von Google übergehen. Die Wiedergabe der Inhalte wird durch den User expliziert erlaubt bzw. freigegeben. Datenschutz wird bei Google augenscheinlich größer geschrieben als beim Rivalen Facebook, der schon oft negativ auffiel.

Aufgrund der Vormachtstellung von Facebook musste sich Google grundlegend Mehrwerte einfallen lassen, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen und nicht nochmal auf die Nase zu fallen. Dies ist unserer Auffassung nach auch gut gelungen. Alleine die Startseite ist sehr übersichtlich und die Bedienung intuitiv - im Gegensatz zu Facebook. Insofern haben die“ Jungs“ von Google ihre Hausaufgaben in Sachen Usability gut gemacht.

Innovativ ist z.B. die Einführung sogenannter Circles, um die es sich bei Google Plus zentral dreht. Innerhalb dieser Kreise kann der Nutzer seine Kontakte so einordnen, wie er es möchte und seine Freunde, Bekannten und Geschäftspartner thematisch gruppieren. Aus dieser Kreisbildung resultiert die exakte Steuerung der Ausgabe der Inhalte an nur diejenigen Personen, die die Publikationen auch sehen sollen bzw. dürfen. So können beispielsweise Geschäftspartner bei der Präsentation der neuesten Urlaubs-/Partyfotos ausgeschlossen werden. Neben der bewussten Einschränkung der Inhalte ist es selbstverständlich auch möglich, alle Onliner (inkl. denen, die nicht in Google Plus angemeldet sind) Einsicht zu gewähren.

Facebook lässt die Einschränkung der Ausgabe von Inhalten an ein bestimmtes Publikum zwar auch umsetzen, dies ist hier jedoch weitaus umständlicher. So ist es dort erforderlich, mittels Gruppen und Listen die Inhalte gezielt zu teilen.

Ähnlich den anderen sozialen Netzwerken und Diensten gibt es auch von Google einen +1 Button, der auf der Homepage eingebaut werden kann. Über die Google Webmaster-Seite kann der Seitenbetreiber sich ein Code-Schnipsel generieren lassen.

Eine Webseite kann durch einen Besucher aber nur dann „gepluseinst“ werden, wenn dieser über ein Konto verfügt und eingeloggt ist. Ebenso kann ein eingeloggter User die Seiten in den Suchergebnissen direkt bewerten. Die Bewertung einer Seite dient wie bei Facebook dazu, den Google Plus 1 Kontakten mitzuteilen, welche Inhalte im Internet einen Besuch wert sind. Aktuell wirken sich die Bewertungen im eingeloggten Zustand auf die Suchanfragen und das Ranking bei Google aus. So können „gepluseinste“ Seiten auch bei Freunden deutlich weiter oben im Ranking erscheinen, als dies bei einer regulären Suche der Fall ist.

Diese Tatsache zeigt einmal mehr, dass Social Media in Zukunft eine sehr große Rolle in den SERPs von Google spielen wird. Sinn macht dies allemal, da eine Seite, welche von vielen Usern bewertet wird, eigentlich nicht schlecht sein kann.

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