Die besten Onpage-Techniken für erfolgreiches SEO

von Administrator

Neuen Erkenntnissen nach sind die meisten davon obsolet. Denn SEO-Splittest-Tools wie das ODN von Distilled demonstrieren, dass zum Teil auf diese althergebrachten Methoden kein Verlass mehr ist. Laut Aussage von Will Critchlow machen 30–40 % der Empfehlugen in typischen SEO-Tech-Audits überhaupt keinen Unterschied mehr in der Rankingperformance – die Rankings gehen weder rauf noch runter. Ein paar erstaunliche Ergebnisse aus den Tests:

  • Keywords mit mehr Traffic im Titel können zu Raningverlusten führen.
  • 20 % des „SEO-Textes“ auf einer Webseite entfernen, führt bei Seite A zu +6 % Rankings, bei Seite B jedoch zu zu -3 %. Sollte man SEO-Text, der allein für die Suchmaschinen geschrieben wurde, also entfernen oder lieber nicht? Die Ergebnisse liefern widersprüchliche Antworten

Es ist also nicht mehr so einfach, wie es mal war. Das Hauptlearning aus diesen Tests ist, dass nichts wirklich sicher ist und dass für jede Seite alles neu getestet werden muss.

Dieser Beitrag erörtert, welche Bereiche in der Onpage-Optimierung heute das größte Potenzial bieten.

Exzellente Inhalte für alle Seitentypen

Egal ob Blog- oder Newsbeitrag, Kategorie- oder Produktseite, Eventseite oder Fachartikel – jede Seite muss exzellente Inhalte liefern. Nur was genau hat das zu bedeuten?

Das ist schwer zu beschreiben. Wann ist ein Gemälde exzellent? Wann ein Lied? Was macht einen Film zu einem Meisterwerk? Niemand kann das mit absoluter und rein objektiver Sicherheit sagen. Dann kommt auch noch hinzu, dass sich die Erwartungen und Produktionsmöglichkeiten im Laufe der Zeit ändern.

So erklärt sich auch das Phänomen der Remakes. Immer wieder werden Hollywood-Klassiker neu aufgelegt. Nicht immer sind die Neuauflagen besser als die Originale, aber in vielen Fällen eben doch. Man denke nur an den Klassiker Scarface (1983), der für viele besser ist als das Original aus 1932. Viele weitere Beispiele finden sich in einer Liste in der IMDB – Poll: Remakes better than originals. Dabei geht es nicht immer nur darum, den Klassiker mit den neusten CGI-Effekten darzustellen. Auch Inhalte müssen immer wieder angepasst werden, zum Beispiel an aktuelle geschichtliche Ereignisse, politische Gegebenheiten oder den moralischen Kompass der Gesellschaft. Man denke nur daran, wie üblich das Rauchen von Zigaretten in den Filmen vor den 1990ern war.

Ähnlich verhält es sich mit allen Inhalten im Netz. Sie müssen

  • stets aktuell sein
  • ein Thema in all seinen Facetten zeigen (also holistisch sein)
  • durch Multimedia (Bilder, Grafiken, Illustration, Videos etc.) ergänzt werden
  • von der Person oder Institution mit der größten Autorität in diesem Themenbereich verfasst werden und auch
  • aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft berücksichtigen.

Hier lassen sich noch viele weitere Punkte ergänzen, um ideale Netzinhalte zu beschreiben. Sicher ist alleine dieses Thema so komplex, dass sich eine ganze Bücherserie dazu schreiben ließe.

Aber es lässt sich auch vereinfacht darstellen: Gemessen am Status Quo, sprich: was die Konkurrenz so bietet, reicht es schon, Inhalte zu veröffentlichen, die einfach besser sind. Diese Tätigkeit liegt aller Suchmaschinenoptimierung zugrunde und lässt sich unendlich fortführen. Daher führen wir sie hier an erster Stelle.

Kerninhalte richtig strukturieren: Long reads, Nabe-und-Speichen-Modell oder für jedes Keyword eine Seite?

Exzellente Inhalte sind Grundvoraussetzung. Allerdings wollen diese auch richtig strukturiert sein. Hier fängt es aus SEO-Sicht an, interessant zu werden. Denn unter Kollegen gilt als heftig umstritten, wie die perfekte Aufbereitung von Inhalten aussehen muss, um Top Rankings erreichen zu können. Um es vorwegzunehmen: Niemand weiß es genau! Und es ändert sich oft. Diese drei Möglichkeiten sind unsere Favoriten:

  1. Long reads: So wie unsere beiden Beiträge die „Die ultimative SEO-Strategie für nachhaltigen Erfolg“ und „Google Rankingfaktoren 2016“ (in den Kernaussagen immer noch aktuell). Wahre Text”monster”, mit denen man sich jeweils einige Stunden beschäftigen kann. Bei diesen Textarten muss kein User mehr 25 Beiträge in mehreren Sprachen im Netz zusammensuchen, um an alle relevanten Informationen zu kommen. Es gibt Korrelationsstudien, die herausgefunden haben wollen, dass lange Inhalte grundsätzlich besser ranken – Quellen finden sich in den beiden genannten Beiträgen. Auch Google spricht in seinen Tweets und Webmaster-Sprechstunden oft die Empfehlung aus, umfangreichere Inhalte anzubieten, diese zusammenzufassen, sei aus auf Seitenebene und sogar auf Domainebene.
  2. Jedes Keyword eine Seite: Das wird immer noch praktiziert. Auch wenn vieles darauf hinweist, dass sich mit dieser Technik nicht mehr die besten Resultate erzielen lassen. So blüht gerade eine Art Gegenbewegung von Experten auf, die sehr gute Ergebnisse mit kurzen Texten machen. Wichtig hier ist eine strikte technische Vorgehensweise und die Anwendung von NLP-SEO. NLP steht für Natural Language Processing und beschreibt eine Technologie zur Auswertung von natürlicher Sprache.

Machine Learning und WDF * IDF war gestern. Heute ist NLP angesagt. Wozu NLP gut ist? Hiermit können Suchmaschinen herausfinden, wie genau Sprache funktioniert und welche Wörter und Sätze die besten Antworten auf Suchanfragen liefern. Wenn SEOs diese Technologien aus der linguistischen Datenverarbeitung verstehen und selbst anwenden, können sie Texte erschaffen, die präzise Sachanfragen beantworten. Und zwar in so wenig Wörtern wie möglich. Wir schätzen, dass darüber in den nächsten Monaten und Jahren noch deutlich mehr gesprochen wird.

  1. Nabe-und-Speichen-Modell: Dies ist eine Mischung aus den beiden oberen Modellen. Es gibt ein zentrales Dokument, was kurzgehalten ist, aber dennoch umfangreich. Und dann gibt es noch viele weiterführende, vertiefenden Beiträge, die in der Gesamtheit gesehen, einen Themenfeld genau so gründlich erschließen wie ein Long read. Weitere Infos hierzu in unserem Beitrag zum Thema User-Intent. (Link einfügen)

Was ist besser? Das muss für jeden Einzelfall geprüft werden! Wir befürworten das Testen und gehen davon aus, dass eine gute Mischung der genannten Methoden und auch von anderen Techniken zum Ziel führen. Entscheidend ist: ausprobieren.

Interne Links und die Website-Struktur

Auch die internen Links sind wirklich wichtig. Ist ja auch klar. Sie verteilen die Rankingpower, die einer Website von außen zufließt, an die Seiten, die wirklich davon profitieren sollten.

Denn Hand auf's Herz, nicht alle Seiten sind gleich wichtig. Auch und vor allem nicht in einem Onlineshop mit 10.000 Produkten. Die Empfehlung: Immer zuerst dafür sorgen, dass die wichtigsten 10 Kategorien und Produkte am besten verlinkt sind. Dann auf 20, 50, 100 etc. erhöhen.

Aus Usabilitysicht mag es von Vorteil sein, zum Beispiel von der Startseite alle Kategorien in einem Onlinehshop anzulinken. Aus SEO-Sicht ist es aber wenigstens testenswert, nur eine Auswahl zu verlinken und den Rest der Kategorien hinter einem Link wie „weitere Kategorien“ zu verbergen.

Einen umfangreichen Beitrag wie die interne Verlinkung systematisch verbessert werden kann, findet sich im bei Distilled im Blogbeitrag: A Simple Approach to Optimizing Website Internal Linking Structure.

ein 10+ Jahre alter Beitrag erscheint? Bis auf die Historiker wahrscheinlich niemand. Daher unser Tipp: Nicht so viele neue Beiträge schreiben, über die nachher niemand mehr den Überblick behalten kann. Lieber die eigenen Beiträge frisch halten. Hierzu muss man Google nur mitteilen, wann der Artikel das erste mal veröffentlicht wurde und wann die letzte Aktualisierung stattgefunden hat.

Spätestens alle ein bis zwei Jahre sollten alle Beiträge auf der Website aktualisiert werden. Das ist ein guter Mittelwert. Je nach Thema und Relevanz natürlich. Manche schneller, andere vielleicht erst etwas später.

Wie genau geht das? Zuerst kommt für jeden alten Beitrag die gute, alte Keyword-Recherche, bei der direkt zu prüfen ist, ob sich genügend geändert hat, um ein Update am Thema durchzuführen. Vielleicht müssen ja nur ein paar Paragrafen ergänzt oder geändert werden. Neues Aktualisierungsdatum ergänzen und dabei zusehen, wie sich die Rankings verbessern bzw. neue hinzu kommen. Das ist sogar weniger Arbeit, als immer alles neu zu kreieren.

User-Intention ist alles

Was nutzt es Inhalte anzubieten, die einem User nicht die Antworten liefern, nach denen er sucht? Genau! Deswegen haben wir diesem Thema auch einen eigenen Beitrag gewidmet: LINK ZU BEITRAG EINFÜGEN.

Strukturierte Mikrodaten und Rich Cards

Wem ist aufgefallen, dass Googles Suchergebnisse vor Rich Cards nur so strotzen? Ist sie nicht erstaunlich diese wunderschöne, neue Welt der SERPs? Dies alles wird durch strukturierte Mikrodaten gesteuert und die sind für jeden Onpage-SEO ohnehin wie eine zweite Muttersprache. Hier lässt sich zur Zeit sehr viel rausholen.

Case-Study: Die richtigen Entitäten im Structured Markup, von @type WebSite zu @type LodgingBusiness konnten einem Hotelbusiness dabei helfen, 5 % Trafficsteigerungen in wenigen Tagen zu erzielen.

Man braucht eine Auszeichnungssprache namens JSON-LD. Hiermit schreibt man ein Snippet, also ein kleines Codefragment und baut es auf jeder relevanten Seite ein. Hier ein Beispiel direkt von der schema.org-Website:

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "http://schema.org",
  "@type": "WebPage",
  "breadcrumb": "Books > Literature & Fiction > Classics",
  "mainEntity":{
          "@type": "Book",
          "author": "/author/jd_salinger.html",
          "bookFormat": "http://schema.org/Paperback",
          "datePublished": "1991-05-01",
          "image": "catcher-in-the-rye-book-cover.jpg",
          "inLanguage": "English",
          "isbn": "0316769487",
          "name": "The Catcher in the Rye",
          "numberOfPages": "224",
          "offers": {
            "@type": "Offer",
            "availability": "http://schema.org/InStock",
            "price": "6.99",
            "priceCurrency": "USD"
          },
          "publisher": "Little, Brown, and Company",
          "aggregateRating": {
            "@type": "AggregateRating",
            "ratingValue": "4",
            "reviewCount": "3077"
          },
          "review": [
            {
              "@type": "Review",
              "author": "John Doe",
              "datePublished": "2006-05-04",
              "name": "A masterpiece of literature",
              "reviewBody": "I really enjoyed this book. It captures the essential challenge people face as they try make sense of their lives and grow to adulthood.",
              "reviewRating": {
            "@type": "Rating",
            "ratingValue": "5"
           }
            },
            {
              "@type": "Review",
              "author": "Bob Smith",
              "datePublished": "2006-06-15",
              "name": "A good read.",
              "reviewBody": "Catcher in the Rye is a fun book. It's a good book to read.",
              "reviewRating": "4"
            }
          ]
        }
}
</script>

Wie man gut sehen kann, enthält so ein JSON-LD-Snippet nur die nackten, strukturierten Daten. Die kann Google verwenden, um die Suchergebnisseiten immer weiter zu verfeinern. Denn Google kann aus den Snippets ableiten, um was für eine Entität es sich handelt und muss dies nicht erst durch komplexe Algos und Machine Learning ermitteln. Kein Wunder also, dass das so gut funktioniert.

Der Seitentitel und weitere Onpage-Klassiker

Laut Will Critchlow (s. o.) stellen sich bei Änderungen am Titel eines Dokumentes immer Rankingänderungen ein. Manchmal nach oben und manchmal nach unten. Das sind äußerst gute Nachrichten! So lässt sich sehr schnell testen, was ein riesen Vorteil ist. So einfach das klingen mag. Optimieren am Title-Tag ist immer noch eine der wichtigsten Aufgaben eines SEOs.

Laut Distilled funktionieren folgende Optimierungen besonders gut (übersetzt):

  1. Von „Urlaub in Hawaii jetzt buchen - [brand]“ nach „Hawaii-Reise 2019/2020 | Jetzt buchen | [brand]“.
  2. Von „Günstiger Flug nach Hawaii buchen - [brand]“ nach „Günstiger Flug nach Hawaii ab 400 € - [brand]“.

Auch Überschriften, URL-Strukturen, die berühmte Meta-Description etc. können interessant sein. Immerhin bilden sie die Basis aller Onpage-Techniken.

Fazit

Google wird noch viele neue Updates bringen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Wer sich jedoch die Entwicklung im SEO alleine in den letzten 3 Jahren anschaut, der stellt fest, dass diese mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit voranschreitet.

Bei der Onpage-Optimierung liegt großes Potenzial in den aufgezählten Techniken:

  • Exzellente Inhalte sind die Grundlage für alle Onpage-Optimierungen.
  • Mit dem Format von Kerninhalten lässt sich experimentieren. Gerade darin verstecken sich Chancen.
  • Inhalte müssen sich jedes Jahr an alle neuen Gegebenheiten anpassen und aktuell bleiben.
  • Inhalt und Format müssen das Informationsbedürfnis des Suchenden stets genau treffen – Stichwort Suchintention.
  • Mikrodaten sind mittlerweile fast überall in den Suchergebnissen zu finden. Der Einsatz ist heute obligatorisch.
  • Klassiker wie Title-Optimierung etc. sind die Basis der Suchmaschinenoptimierung.

SEOs müssen alles versuchen, um aus diesen neuen Erkenntnissen das Beste herauszuholen. Denn wenn in 1–2 Jahren die Branche aufgeschlossen hat, versickern die Chancen, von denen es aktuell so viele gibt.

 

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