Der Countdown läuft: Mobilgerätefreundliche Webseiten werden zum Rankingfaktor

von Timo Abid

Am kommenden 21. April 2015 ist es soweit, denn ab diesem Zeitpunkt soll die Optimierung von Seiten für Mobilgeräte als Rankingsignal gelten und hierdurch Rankingvorteile mit sich bringen. Google spricht von signifikanten Einschnitten und Änderungen in den Suchergebnissen und macht Ernst. Daher die klare Frage: Haben auch Sie alle Hausaufgaben gemacht, um auch weiterhin den mobilen Traffic abzugreifen?

Googles Wink mit dem Zaunpfahl

Seit Januar dieses Jahres hatte Google damit begonnen, gezielte Nachrichten innerhalb der Google Webmastertools zu versenden, die auf Missstände der mobilen Freundlichkeit der Webseiten hinwiesen.

Beispiel:

 

Besonders interessant und zugleich auch beunruhigend ist die klare Ansage „(…) Diese Seiten werden von der Google-Suche als nicht für Mobilgeräte optimiert eingestuft, und werden entsprechend in den Suchergebnissen für Smartphone-Nutzer dargestellt“, mit der Google konkret vorwarnt und die Betreiber der Webseiten dazu anhält, zeitnah Optimierungen durchzuführen, um keine Nachteile in den mobilen Suchergebnissen davonzutragen.

Im jüngsten Post vom 26. Februar im Webmaster Central Blog zu diesem Thema wird letztlich eindeutig bestätigt, dass es im April so weit sein wird und tiefgreifende Änderungen im mobilen Kontext Anwendung finden:

“Starting April 21, we will be expanding our use of mobile-friendliness as a ranking signal. This change will affect mobile searches in all languages worldwide and will have a significant impact in our search results. Consequently, users will find it easier to get relevant, high quality search results that are optimized for their devices.”
 

Aus diesem Grund ist eine Benachrichtigung in den Google Webmastertools nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Google lässt die Betroffenen aber nicht im Regen stehen, sondern liefert konkrete Tipps und Empfehlungen gleich mit. Zu den häufigsten Beanstandungen zählen vor allem:

  • Touch-Elemente zu dicht beieinander
  • Größe des Inhalts nicht an den Darstellungsbereich angepasst
  • Darstellungsbereich nicht konfiguriert
  • Kleine Schriftgröße
  • Flash-Nutzung

In Vorbereitung zu den anstehenden Änderungen hat Google den Bereich mit Hilfestellungen grundlegend überarbeitet. Unter der https://developers.google.com/webmasters/mobile-sites/?hl=de befinden sich umfangreiche und gut verständliche Anleitungen zur Erstellung mobiler Webseiten, die wertvolle Handlungsempfehlungen sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene bietet.

Tool zum Testen der mobilen Nutzerfreundlichkeit

Wer seine Seite testen möchte, aber kein Google Webmaster-Konto oder keinen Zugriff darauf besitzt, kann dies z.B. mit dem Google-eigenen Tool erledigen. Unter https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/ ist es möglich, eine URL auf vorliegende Schwachstellen zu prüfen und sofort Ergebnisse zu erhalten, wofür weiterführende Links angeboten werden. Nachfolgend ein Beispiel einer Website, die den Test eindeutig nicht bestanden hat:

Risiken oder Nebenwirkungen

Wie mehr als deutlich herauszulesen ist, sollen Inhalte, die für mobile Endgeräte optimiert sind und keine schwerwiegenden Mängel bei der Nutzerfreundlichkeit aufweisen, deutlich bevorzugt in den mobilen Suchergebnissen erscheinen. Dies lässt wiederum den Umkehrschluss zu, dass ungeeignete Websites benachteiligt und entsprechend auf schlechtere Positionen verschoben werden. So könnten Shops, die bislang trotz fehlender oder mäßiger mobiler Inhalte guten Traffic über die mobile Suche erhielten, abgestraft und auf die hinteren Plätze verbannt werden.

Fazit

Google erwartet zukünftig für Mobilgeräte optimierte Seiten, die eine einwandfreie mobile User-Journey ermöglichen und für Zufriedenheit statt Frust bei den mobilen Nutzern führen. Dies ist der immer stärker zunehmenden Nutzung von Mobilgeräten für die Internetaktivitäten geschuldet.

Mit der Ankündigung hat Google eine klare Ansage abgeliefert und viele Website-Betreiber dazu „bewegt“, die Seiten weiter zu optimieren. All diejenigen, die mit der Website Geld verdienen und hierbei bislang auf mobilen Traffic setzten, sollten die aktuelle Lage ernst nehmen und entsprechend handeln. Die exakten Auswirkungen werden sich erst zeigen, wenn es soweit ist. Aber bis dahin zu warten, könnte ein Eigentor bedeuten und zu unerwünschten Rankingverlusten sowie schmerzhaften Traffic-Einbrüchen führen. Daher ist spätestens jetzt die Zeit gekommen, um die bestehenden Seiten zu überarbeiten oder überhaupt eine mobile Version der Inhalte anzubieten.

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