Sichere Linkziele – Für jeden Link eine eigene „Story“

von Timo Abid

In den letzten Wochen und Monaten ereigneten sich zugleich mehrere Updates des Google-Algorithmus, welche für heftige Einbrüche in der Sichtbarkeit einiger Domains verantwortlich waren. Google verschärft zunehmend seine Methoden, um gegen künstliche und manipulative Linkstrukturen vorzugehen. Aus diesem Grund sind die Anforderungen an den Linkaufbau so hoch wie nie zuvor. Sicherer Linkaufbau bedeutet heutzutage nicht nur auf ausgewählte Linkquellen und einen hochwertigen Content zu setzen, sondern darüber hinaus jeder Linkquelle auch eine passende Zielseite zu bieten. Kommerzielle Linkziele, wie z.B. klassische Produktdetailseiten eignen sich als Zielseite für einen guten Wirkungslink eher weniger. Es gilt vielmehr, für jeden Link eine eigene „Story“ in Form eines professionellen Ratgeberbeitrags, Tutorials, Interviews oder Ähnlichem zu kreieren.

Während in der Vergangenheit die Methoden im Linkaufbau eher darauf abzielten kommerzielle Zielseiten als Linkziele einzusetzen, ist es empfehlenswert, sich heute von dieser Vorgehensweise weitgehend zu distanzieren. Organisch wirkender Linkaufbau bedeutet, dass Verlinkungen so aussehen, als seien sie natürlich entstanden, d.h. auch die Zielseiten eines Wirkungslinks sollten informativen und thematisch passenden Content aufweisen, der zur Linkquelle passt. Wer demnach den Richtlinien eines natürlichen Linkaufbaus folgen möchte, sollte seine Linkziele auf non-kommerziellen Zielseiten einrichten.

Qualitativ hochwertiger Content, welcher auf einer nicht kommerziellen Zielseite platziert wurde, erfüllt darüber hinaus ebenso die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Seeding-Strategie. Ziel ist es, gute und lesenswerte Inhalte für den User zu bieten, welche gerne verlinkt und kommentiert oder auf Social Media Plattformen geteilt und „geliked“ werden. Diese Art und Qualität von Linkzielen kann demzufolge als Multiplikator zum „Ernten“ von guten Links sowie der Generierung von zusätzlichem Traffic und Conversions wirken. Darauf basierend empfehlen wir zwingend einen Anteil von ca. 80% aller Linkziele, auf eigenen non-kommerziellen Zielseiten umzusetzen.

Abbildung: Optimales Verhältnis am Gesamtanteil der Linkziele

Warum sichere Zielseiten beim Linkaufbau so wichtig sind!

Angenommen Sie lesen einen spannenden Beitrag zum Thema Fußball WM 2014 in Brasilien auf kicker.de. Der Artikel informiert umfassend über sämtliche wissenswerte Informationen zu Trikots, Schuhe und Ausrüstung der deutschen Nationalmannschaft. An dieser Stelle taucht eine Verlinkung zu einem Online-Shop eines Anbieters für Fußballtrikots auf. Der Link leitet Sie umgehend weiter zu einer Übersichtsseite aller Spielertrikots der deutschen Mannschaft.

Würden Sie denken, dass dieser Link natürlich entstanden ist? Warum verlinkt kicker.de ausgerechnet auf diesen speziellen Shop? Warum sollte kicker.de ein Interesse daran haben, den Umsatz eines ganz speziellen Shops anzukurbeln?

Genau diese Fragen würde sich vermutlich auch ein Google Quality Rater stellen und er würde, allem Anschein nach, diesen Link nicht als natürlich entstanden einschätzen. Genau aus diesem Grund ist es neben einem hochwertigen und verlinkungswerten Content für die Linkquelle ebenso wichtig, das richtige Linkziel zu finden. Bleiben wir bei unserem Beispiel:

Was wäre, wenn der Link von kicker.de nicht auf eine Produktübersichtsseite, sondern auf eine nicht kommerziell wirkende Unterseite des Shops führen würde? Beispielsweise auf einen Blogbeitrag des Shops, der über alle bisherigen WM-Trikots der deutschen Nationalmannschaft seit 1930 informiert?

Für das Auge eines Google Quality Raters würde dieses Linkziel sicher keinen kommerziellen Hintergedanken hervorrufen. Ganz im Gegenteil, Google sieht es gerne, wenn weiterführende Verlinkungen für den Leser einen zusätzlichen Mehrwert bieten und die Informationen eines Beitrags durch weitere Quellen unterstützt werden.

Google liebt gute Inhalte

Sowohl das erst kürzlich erschienene Panda 4.0 Update als auch Google Updates aus der Vergangenheit haben unter Beweis gestellt: Google liebt gute und lesenswerte Inhalte.

Die Devise lautet folglich, verlinkungswerte und informative Texte für den User zu veröffentlichen und keine Contenterstellung für den Google Bot. Den Erfolg dieser Methode zeigen, wie erst kürzlich gesehen, die Gewinner des Panda 4.0 Updates. Jedoch wirkt sich guter Content nicht nur positiv auf das Ranking einer Webseite aus. Umfangreiche und interessante Artikel erhöhen ebenso die Verweildauer und Klickraten, denn wer sich als Wissensquelle im Web beweist, strahlt mit seiner Qualität bei der Contenterstellung auch Kompetenz aus. Derartige Wissensquellen im Web sind rar, so dass Leser gerne bereit sind, gute Inhalte zu teilen, liken und zu kommentieren. Denn was „gut“ ist, verbreitet sich im Netz, egal ob von Mund-zu-Mund oder viral.

Es bleibt demnach die Frage offen: Wie sehen gute Inhalte aus? Mit welchen Ideen werden User zum Lesen und Liken animiert?

Unter dem Stichwort Content Marketing kursieren bereits eine Vielzahl an Ideen und Lösungen, um Usern einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten, den Google ebenso honoriert.

Abbildung: Content-Marketing Ideen

Beispiel Vaillaint

Eine gelungene Zielseite mit lesenswerten Inhalten bietet bspw. das Unternehmen Vaillant, als Premium-Anbieter für Heizung, Solar, etc. Das sog. Vaillant Wärmebarometer gibt umfassende Auskünfte über das Heiz-, Dusch- und Badeverhalten in sieben europäischen Ländern. Die hierfür eigens durchgeführte Studie vereint länderspezifische Erkenntnisse mit allgemeinen Informationen zum Thema „Wärme“. Neben weiterführenden Hintergrundinformationen stellt die Landingpage Infografiken, Downloadmaterialien, entsprechende Ansprechpartner sowie Verlinkungen zu den wichtigsten Social Media Plattformen zur Verfügung. Alles in allem eine rundum verlinkungswerte Webseite, die durch Informationen, Kundenmehrwert, Interaktivität und Kontaktmöglichkeiten überzeugt.

Link: www.waermebarometer.de

Beispiel Otto Gourmet

Eine weitere Möglichkeit, seinen Kunden wertvolle Inhalte zu liefern, die im Interesse des Kunden stehen und für welche Begeisterung ausgesprochen wird, zeigt der Event-Kalender von otto-gourmet. Als Anbieter von Gourmet-Lebensmittel bietet otto-gourmet seinen Kunden ein umfangreiches Angebot an Kochkursen, Events und Schulungen an, welche zielgerichtet auf die Interessen der User abgestimmt sind. Der Mehrwert für Koch- und Gourmetfreunde steht ganz klar im Vordergrund dieser Zielseite und macht sie somit zu einem sicheren Linkziel.

Link: www.otto-gourmet.de/events-und-kochkurse-538.html

 

Solche und ähnliche Beispiele für non-kommerzielle Zielseiten wirken sich positiv auf den Gesamteindruck einer Domain aus. Des Weiteren wird im Hinblick auf den sog. Linkjuice, den ein Wirkungslink vererbt, die Power über interne Verlinkungen vom non-kommerziellen Bereich eines Shops zu den Produkt- und Übersichtsseiten weitergeleitet. Auf diese Art stärken hochwertige, nicht-kommerzielle Zielseiten die Sichtbarkeit der gesamten Domain.

Des Weiteren bleibt es jedem Seitenbetreiber selbst überlassen, hochwertige Inhalte nicht nur im Blog oder Ratgeber der eigenen Domain zu publizieren, sondern daneben auch mehrwertbietende und einzigartige Ideen auf Basis der Produkt- und Kategorienseiten umzusetzen. Entscheidend ist nämlich, auf einen gesunden Mix aus kommerziellen und non-kommerziellen Linkzielen zu achten.

Fazit

Wer langfristige Rankingerfolge erzielen und sich vor Abwertungen seitens Google schützen möchte, muss bei einem gesunden und natürlichen Linkaufbau ebenso der Komponente „Linkziele“ Beachtung schenken.

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