Suchmaschinenfreundliche Domain-Weiterleitungen für optimale Rankings bei Google & Co.

von Timo Abid

Wir stellen bei unserer täglichen Arbeit im Bereich onPage-Optimierung häufig fest, dass bei der Anwendung von Domainumleitungen zwischen einzelnen Domains und/oder

Subdomains nicht berücksichtigt wird, dass Subdomains nicht berücksichtigt wird, dass die Domainweiterleitungen Auswirkungen auf das Ranking in den jeweiligen Suchmaschinen haben können. Mit den Worten aus unserer onPage-Abteilung: Bevor das Design und der Content entwickelt wird, sollte die technische Struktur auf solide „onPage-Säulen“ aufgebaut werden. Hierzu gehört auch das Thema der Domainweiterleitung, was wir im Folgenden näher beleuchten.

 

Was ist bei der Umsetzung von Weiterleitungen zu berücksichtigen?

1. Duplicate Content mit Subdomains meiden

1.1  Auswirkungen von Duplicate Content
1.2  Lösung: www or non-www!
1.3  Beispiel zur Umsetzung der Lösung
1.4  Vorteile durch Anpassung der „htaccess“ und der Google  Webseitenkonfiguration
1.5  Weitere sinnvolle Optimierungsmöglichkeiten mittels Google Webmaster Tools

2. Anwendungsgebiete für die 301er  Weiterleitung

2.1 Anwendungsbeispiele, bei denen auf die Wahl der Umleitungsmethode zu achten ist
2.2 Häufige Fehler bei Umleitungen
2.3 Ausbessern der Umleitungsfehler

3. Die Praxis - Überprüfung der 301-Umleitungen für Domains und Subdomains

Duplicate Content durch Subdomains meiden

Ist Ihnen bekannt, dass http://beispiel.de und http://www.beispiel.de zwei einzeln zu betrachtende Domains und damit zwei verschiedene Baustellen sind? Häufig sind beide

Domains durch den Provider serverseitig wie oben angegeben vorkonfiguriert. Jedoch ist dies ungünstig in Bezug auf die Suchmaschinen. Diese können z.B. die Seite1.html über zwei verschiedene URLs erreichen, wo sie dann den gleichen Inhalt vorfinden. Beispiel: www.beispiel.de/seite1.html und beispiel.de/seite1.html. Die Suchmaschinen können dies als doppelten Inhalt (englisch: Duplicate Content) einstufen.

"Search Engines don't like Duplicate Content"

 

1.1 Auswirkungen von Duplicate Content

Duplicate Content wirkt sich negativ auf die Bewertung Ihrer Website bzw. Einzelseiten aus, die daraus stammen. Wenn der „Google Bot“ doppelten Content während seiner Suchroutinen (Crawling) erkennt, wird nur eine der beiden Domains indexiert. Möglicherweise erkennt die Suchmaschine nicht die „richtige“ Version Ihrer Internetseite. Dies ist vor allem fatal, wenn diejenige Domain ignoriert wird, welche starke Strukturen aufweist (Domain-Pop, Trust et cetera) bzw. auf die starke Backlinks eingehen. Selten taucht in den vorderen Plätzen eine Webseite (z.B. Webshop) auf, die im onPage-Segment nicht korrekt konfiguriert wurde und beispielsweise Duplicate Content aufweist.Eine auf das Projekt optimal abgestimmte URL-Struktur stellt das Fundament eines jeden Online Marketing-Projektes dar.

1.2 Lösung: www or non-www!

Schritt 1: Teilen Sie Google als nachweislicher Inhaber der Domain die priorisierte URL mittels der Google Webmaster-Tools (https://www.google.com/webmasters/tools/home?hl=de) unter dem Menü Webseitenkonfiguration  Einstellungen  Bevorzugte Domain wie im folgenden Screenshot mit.

Schritt 2: Anschließend muss die nicht präferierte Domain auf die präferierte Domain per 301er Redirect weitergeleitet werden. Hierbei handelt es sich um eine permanente Weiterleitung, bei der auch Backlinks und deren „Kraft“ auf die Zieldomain übertragen werden.

Weitere Details zu dem Thema Umleitungsmethoden werden im Punkt 2 „Verwendung der 301er Weiterleitung“ erläutert. Eine 301-Umleitung können Sie durch Anpassung in der Datei „.htaccess“ auf Ihrem Webserver einbetten, wenn der Webserver "ModRewrite" unterstützt.

Howto Video zur Anpassung der „htaccess“ (Englisch): http://www.youtube.com/watch?v=ERWem_v8S5A&feature=related

1.3 Beispiel Zur Umsetzung der Lösung

Wir wählen http://www.seo2b.de als unsere bevorzugte Domain aus, also wird die http://seo2b.de per 301-Code weitergeleitet. Dazu wählen wir diese in den Webmaster-Tools aus und erweitern die .htaccess-Datei um den folgenden Code:

RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\.seo2b\.tld$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://www.seo2b.tld/$1 [R=301,L]

Angenommen wir erhalten einen Hyperlink ohne „www“ von einem Partner wie z.B. http://seo2b.de/suchmaschinenoptimierung-seo.php, so wird google daraus das Linkziel http://www.seo2b.de/suchmaschinenoptimierung-seo.php nach erfolgreicher Umsetzung als Link interpretieren.

1.4 Vorteile durch Anpassung der „.htaccess“ - Google Seitenkonfiguration

Google kann daraufhin die von Ihnen ausgewählte Domain in den SERPs darstellen, da diese zukünftig beim Crawlen und Indexieren bevorzugt wird. Eingehende Backlinks dürfen auf beide Domains verweisen. Google kann so stets einwandfrei der ausgewählten Domain folgen und die „Linkkraft“ wird optimal weitergeben. Vor allem werden Sie nicht durch Duplicate Content mit schlechten Ergebnissen in den organischen Suchergebnissen bestraft.

1.5 Weitere sinnvolle Optimierungsmöglichkeiten mittels Google Webmaster- Tools:

Sitemaps
Definieren Sie die bevorzugten URLs durch Upload Ihrer XML-Sitemap in dem Menü Sitemaps (Siehe Screenshot).

Wichtiger Hinweis: Für Ihre mobile Version sollten Sie zwingend (!) die angepasste „mobile“ XML-Sitemap einreichen.

Weitere Informationen hierzu direkt vom Suchmaschinenprimus:
https://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=en&answer=1235687&topic=2371325&ctx=topicd

 

URL-Parameters

Definieren Sie für Google den Umgang für dynamische Parameter in den Webmaster Tools unter dem Menü URL Parameters:
Hier kann beispielsweise definiert werden, dass Session-IDs ignoriert werden, sodass www.beispiel.de/nahrung/kuchen.htm?sid=123456 und www.beispiel.de/nahrung/kuchen.htm als gleich einstuft werden.

Anwendungsgebiete für die 301er Weiterleitung

Eine suboptimal gewählte Umleitungsmethode kann dazu führen, dass Sie Opfer des sogenannten „URL-Hijacking“ werden und Ihre Ziel-Domain bzw. Subdomain von den Suchmaschinen ignoriert wird.

2.1 Anwendungsbeispiele, bei denen auf die Wahl der Umleitungsmethode zu achten ist:

Ist Ihre neue Internetdomain trotz Weiterleitung der Adresse nicht bei den Suchmaschinen auffindbar?
Beispiel
: www.altedomain.de umgeleitet zu www.neuedomain.de

Passen Sie im Zuge eines Relaunchs Ihrer Website oder Ihres Webshops eine oder mehrere Landingpages an? Dies ist vor allem beim Wechsel verschiedener CMS- bzw. Shop-Systeme zu berücksichtigen
Beispiel: www.beispiel.de/startseite.php umgeleitet zu www.beispiel.de/index.php

Wollen Sie zukünftig Teilbereiche Ihrer Domain auslagern
Beispiel: www.unsereseite.de/shop umleiten nach www.unsershop.de

2.2 Häufige Fehler bei Umleitungen

Sie sollten für die genannten Anwendungsbeispiele unbedingt prüfen, welcher HTTP-Statuscode von der umgeleiteten Domain an anfragende Hosts gesendet wird.

Sollte dem anfragenden Suchmaschinen-Bot bei der HTTP-Anfrage der HTTP-Code 302 mitgeteilt werden, dann wird er die neue Domain wahrscheinlich nicht in seinem Suchindex aufnehmen. Der Grund dafür ist einleuchtend: Der im HTTP-Header befindliche Statuscode 302 bedeutet laut RFC-Standards, dass es sich  um eine temporäre Domainweiterleitung handelt. Der Suchmaschinen-Bot geht davon aus, dass diese Weiterleitung nur temporär ist und damit nicht zwingend indexiert werden muss.

Die häufig eingesetzte Programmiersprache PHP sowie einige Webhoster verwenden den Statuscode 302 standardmäßig. Auch wenn die Suchmaschinen nach vielen Jahren der Weiterentwicklung mittlerweile intelligenter im Umgang mit dem häufig irrtümlich verwendetem Statuscode 302 sind, kann der Einsatz der falschen Umleitungsmethode dennoch dazu führen, dass die neue Domain nicht in den Suchergebnislisten berücksichtigt wird.

Meiden Sie den HTTP-Statuscode 302 (=Follow) für permanente Umleitungen

2.3 Ausbessern der Umleitungsfehler

Kontaktieren Sie den Webmaster, der evtl. unbewusst „hijackt“, also fälschlicherweise eine 302 Umleitung zu Ihnen eingerichtet hat.
Google bietet den Webseiteninhabern an, einen Domainwechsel mitzuteilen (siehe Screenshot).

Nur wenn es wirklich eine temporäre Weiterleitung ist, sollten Sie den HTTP-Code 302 verwenden. Optimaler Weise  weichen Sie auf den Code 307 (= Temporary Redirect) aus. Dieser Statuscode wird nicht so häufig „versehentlich“ verwendet und steht damit für Suchmaschinen unmissverständlich für eine vorübergehende Umleitung.

Verwenden Sie den HTTP-Code 301 für Ihre Umleitung durch Anpassung der .htaccess Datei (Siehe Lösung zu Punkt 1). Dieser Status kennzeichnet eine dauerhafte Domainumleitung und wird von Google empfohlen. Stößt der Suchmaschinenbot auf Ihre alte Domain www.altedomain.de und erhält auf seine HTTP-Anfrage den Code 301, geht er davon aus, dass die neue Domain im Index aufgenommen werden sollte. Schließlich handelt es sich um eine dauerhafte Einstellung. Weiterhin gibt eine 301-Umleitung die Linkstärke weiter, entgegen der Weiterleitung mittels 302-Code, meta refresh und Javascript.

Google empfiehlt den HTTP-Statuscode 301 (= Moved Permanently)

3. Die Praxis - Überprüfung der 301-Umleitungen für Domains und Subdomains

Mithilfe sogenannter Websniffer (z.B. www.web-sniffer.net/ ) können Sie die Serverantwort ganz einfach überprüfen. Wenn Sie in dem so genannten HTTP-Response Header das Ergebnis „Status: HTTP/1.1 301 Moved Permanently“ erhalten, dann sind die HTTP-Statuscodes bei Ihren Umleitungen korrekt eingestellt.

Beispiel:
In unserem Beispiel zu den zwei Domains können Sie testweise unsere weitergeleitete

Domain http://seo2b.de auf http://www.seo2b.de in einem der Websniffer-Onlinetools eingeben. Erhalten Sie die Meldung „Status: HTTP/1.1 301 Moved Permanently“, dann war die Anpassung erfolgreich.

Die Überprüfung der Forwardings bzw. Umleitungen Ihrer Domains und Subdomains mit Sniffing- bzw. Spidertools ist lediglich ein Teil der vielen Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten, um nicht von den Suchmaschinen bestraft zu werden. Ob dies nun eine unbewusste Bestrafung, also durch Nichtindexierung bei 302er Forwardings oder ein bewusster Rippenstoß der Suchmaschinenbetreiber wegen Duplicate Content ist: Mittlerweile steckt eine enorme, schier menschliche Intelligenz hinter den Suchalgorithmen sowie eine Armada von Mitarbeitern, die tägliche Prüfungen vornehmen, sogenannte Quality-Rater. Die Firma Google Inc. beschäftigte in 2011 stolze 32.467 Mitarbeiter, die sich unter anderem mit den genannten Themen beschäftigen.

Gerade deswegen möchten wir Ihnen anraten stets die Korrektheit und Aktualität Ihrer Projekte zu überwachen, sofern Sie kommerzielle Zwecke verfolgen.

 

Seien Sie also Achtsam, denn

1. Suchmaschinen finden Ihre Fehler
2.
Suchmaschinen machen selbst  Fehler!

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