„Künstliche Intelligenz“ (AI) hält Einzug

von Timo Abid

rankbrain Erst kürzlich kommunizierte Google mit „RankBrain“ eine einschneidende Änderung seines Suchalgorithmus „Hummingbird“. Dabei ist der Name Programm, denn RankBrain ist lernfähig und somit eine Form künstlicher Intelligenz mit dem Ziel, die wahre Intention der Suchanfrage von der reinen Keywordeinschätzung losgelöst zu verstehen und dem Suchenden die passendsten Antworten zu seiner Anfrage auszuliefern.

Hinter dem Codenamen „Hummingbird“ versteht sich der Suchalgorithmus von Google in seiner Gesamtheit, welcher sich aus hunderter verschiedener Faktoren zusammensetzt.

„RankBrain is one of the “hundreds” of signals that go into an algorithm that determines what results appear on a Google search page and where they are ranked“
- Greg Corrado, senior research scientist

Nach herrschender Meinung geht man derzeit von ca. 200 relevanten Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung aus. Bemerkenswert ist dabei der Stellenwert von RankBrain, welchen Greg Corrado in einem Interview Bloomberg gegenüber bestätigt. Laut Aussage von Corrado ist RankBrain bereits seit einigen Monaten im Einsatz.

„For the past few months, a “very large fraction” of the millions of queries a second that people type into the company’s search engine have been interpreted by an artificial intelligence system, nicknamed RankBrain“
- Greg Corrado, senior research scientist

RankBrain wird fortan in einer Riege mit Backlinks, welche maßgeblich vom Penguin-Update beeinflusst wurden und Content, für dessen Bewertung Panda zuständig ist, als die drei wichtigsten Rankingfaktoren genannt.
Maßgeblich sind neue, also noch nicht bei Google angefragte Queries, von der künstlich-intelligenten Vorgehensweise RankBrains betroffen.

hummingbird

450.000.000 nie dagewesene Anfragen am Tag

Schwer vorstellbar, jedoch sind 15% der täglich 3.000.000.000 eingehenden Suchanfragen selbst für Google neu und interpretierungsbedürftig. Statt wie bisher die Keywords einer Anfrage gegeneinander zu matchen, ist RankBrain in der Lage, die Intention der Anfrage zu verstehen und entsprechende Webseiten relevanter zu bewerten, welche eine Antwort auf die Anfrage geben. Damit stellt RankBrain eine Neuerung des bereits implementierten Google Knowledge Graphs dar, welcher ebenfalls Antworten auf vollständige Fragen liefert, dabei jedoch auf inhaltsbasierte Filterung ohne jegliches Lernvermögen zurückgreift.

„While the humans guessed correctly 70 percent of the time, RankBrain had an 80 percent success rate“
- Greg Corrado, senior research scientist

Bei der Bewertung von Webseiten bezüglich ihrer Relevanz zum angefragten Thema zeigt sich die Qualität von RankBrain - so schneidet Rankbrain mit einer Trefferquote von 80% deutlich besser ab als die menschliche Intelligenz der Google eigenen Ingenieure. Nicht zu vergessen, dass RankBrain dabei immer „schlauer“ wird und dazu lernt. Aus dem User-Verhalten, den sogenannten User-Signals, lernt RankBrain, ob die aus den SERPs aufgerufene Seite relevant war oder eben nicht.

Fazit

Rankbrain verdeutlicht ein weiteres mal, dass es nicht ausreicht den Fokus auf nur einen Bereich der Optimierungen zu legen. Damit auch kommerzielle Seiten weiterhin gut ranken und selbst trotz gemachter Hausaufgaben nicht doch durch RankBrain ins Hintertreffen rutschen, bieten sich Ratgeberfunktionen, FAQs und inhaltsstarke Kategorieseiten an. Damit zeigen Sie Google, dass Sie auch Antworten auf echte Fragen liefern. Der Vorteil der Synergieeffekte auf qualitativen Content und langfristig mehr natürliche Backlinks ist dabei unumstritten. Stellen Sie die Informationen bereit, die Ihre Kunden suchen und beantworten Sie die Fragen, die sich Ihre Kunden stellen, wenn sie sich mit dem Context Ihrer Webseite befassen - Google wird Sie dafür belohnen.

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